Tanja und Steve

Dies ist keine von den Liebesgeschichten, die täglich zu tausenden passieren. Aber gerade deshalb fängt sie, wie viele Geschichten dieser Art, ganz harmlos an:

Es war Mai, Jahr und Tag spielen keine Rolle. Tanja war Laborassistentin in einer Universitäts-Stadt irgendwo in Deutschland. Mit einer Freundin wollte sie nach Feierabend noch schnell einen Hamburger essen. Anscheinend hatten noch mehr Leute die gleiche Idee, denn sie hatten wirklich Glück, daß gerade ein Vierertisch frei wurde.

„..Entschuldigung, ich habe gefragt, ob hier noch frei ist.“ wurden die beiden von einer schüchternen Stimme in ihrem Gespräch unterbrochen. Am Tisch stand ein junger Mann, anfang 20, wohl Student. Er schien schon mehrmals gefragt zu haben, hatte aber mit seiner leisen Stimme wohl nicht durch ihr Gespräch dringen können.

Er war kein Mann, nach dem sich eine Frau direkt umdreht, dazu noch recht ruhig, wenn nicht gar schüchtern. Trotzdem fühlte sich Tanja irgendwie von ihm angezogen und Steve – eigentlich Stefan – so hieß ihr großer Junge, wohl auch von Ihr.

Beide blieben wohl etwas länger in dem etwas anderen Restaurant, als sie es eigentlich vor hatten und trafen sich immer wieder.

Kurz, es wurde ein gemeinsamer Sommer mit Spaziergängen, Freibadbesuchen, langen Gesprächen und Telefonaten.

Vorspiel

„Steve, ich glaube ich habe mich in Dich verliebt“ eröffnete Tanja ihm an einem Abend im September. Steves Augen begannen zu leuchten. „…. ich möchte deine Zärtlichkeit nicht nur empfinden, ich möchte sie körperlich fühlen, irgendwann mit dir schlafen!“

Steve wurde mit einem Mal sehr still. Tanja war erschreckt. „Habe ich was falsches gesagt? – Habe ich mich in Deinen Gefühlen vertan?“ Steve druckste herum. „Nein, Tanja, ich mag Dich aus meinem Leben nicht mehr wegdenken. Es sind meine Phantasien!“

„Phantasien?“ Tanja wurde hellhörig. „Nun, ich bin eben nicht der Typ auf den die meisten Mädchen fliegen und ich weiß auch nicht recht, wie ich mit ihnen umgehen soll. Mit dir ist alles so einfach – aber Dich habe ich erst jetzt getroffen. So habe ich mich dann in diese Phantasien geflüchtet – wehrlose Frauen in kalten, glatten Stoff gekleidet.“

„Wehrlos in kaltem, glattem Stoff, wie meinst du das?“ Tanja konnte ihren Schock kaum verbergen. „Gefesselt, geknebelt, in Kostümen aus Lack oder Gummi. Aber das kann man doch keiner wirklichen Frau zumuten – aber nur so würde ich mich beim Sex sicher fühlen.“

„Hast du’s schonmal im Puff versucht?“ Die Reaktion kam härter heraus, als Tanjs es gerne gehabt hätte, aber sie mußte diese Eröffnung erstmal verdauen. „Das liegt nahe, aber auf der anderen Seite kann ich auch nicht mit einer Frau schlafen, für die ich nichts empfinde.“ Tanja blieb still und sah zu Boden. „Vor diesem Moment habe ich mich die ganzen Wochen gefürchtet. Es geht mir nicht um Wehtun oder Quälen, nur um dieses Gefühl der Sicherheit. Trotzdem kann ich verstehen, wenn es Dich abstößt.“ Er machte eine kurze Pause. „Vielleicht sollten wir uns trennen, um die schöne Erinnerung zu bewahren!“

Tanja blickte Steve zum erstenmal wieder an. „Es ist wirklich starker Tobak, was du mir da verabreicht hast – aber du warst ehrlich. Gib mir etwas Zeit, um das alles zu verdauen. Laß uns die Zeit bis dahin wie bisher zusammen verbringen.“

Natürlich war nichts mehr so ganz wie bisher. Tanja war innerlich völlig hinundher gerissen. Zum einen mochte sie Steve sehr und vertraute ihm. Zum anderen hatte sie doch Angst davor, sich ihm völlig auszuliefern – noch dazu in dieser merkwürdigen Verkleidung. Und wenn er vielleicht doch ein heimlicher Sadist war.

Nach und nach setzte sich doch Ihr Instinkt durch, daß Steve bis auf diese perverse Anwandlung ganz in Ordnung war. Damit wuchs langsam ihre Bereitschaft, sich auf dieses Abenteuer einzulassen.

Gelegentlich machte sie sich Gedanken über die Kostümierung. Sie hatte sich doch schon im Frühjahr einen Lackparka gekauft – in einem Anfall von Wahnsinn, wie sie damals dachte. Aber der würde es doch erstmal tun – scheint´s gibt es doch sowas, wie eine Vorsehung. Neue Stiefel brauchte sie sowieso – wenn sie welche mit Schaft bis an die Knie nahm? Noch ein paar halterlose Strümpfe. Kaum merklich hatte sie sich ein Kostüm zusammengestellt.

Am nächsten Wochenende nahm sie sich ihren Mut zusammen und rief Steve morgens an, daß sie vielleicht ein Überraschung für ihn hätte.

Danach ging sie in den Endspurt. Unterwäsche! Eigentlich hatte Tanja nichts, was zu diesem Anlaß paßte. – Aber da war doch der schwarze Bikini aus Chintz-Stoff. Bluse!? – War sicher überflüssig. Aber nur den Parka anhaben auf dem Weg? – Der Lederrock! Natürlich, das paßt auch zum Anlaß.

So nach Steves Phantasien ausstaffiert machte Tanja sich auf den Weg. An der Tür zögerte sie nochmal, ob sie auch das Richtige tat, doch dann sagte sie sich nochmal, daß Steve es wert sei. und faßte sich ein Herz.

Der erste Akt

Als Steve Ihr die Tür öffnete und ihre Kleidung sah ging ein Leuchten durch sein Gesicht. Wie bei einem Kind, daß seinen Herzenswunsch erfüllt bekommt. Dann wurde er wieder ernst.

„Du willst es also wirklich?“ „Ja! Ich vertraue dir. Darum kann ich mich dir ausliefern. Wenn du willst kannst du sofort anfangen – ich trage außer den Sachen die du siehst nur Unterwäsche.“

Steve nickte. „O.K., dann will ich Dich vorbereiten.“

Sie stand unsicher in der kleinen Wohnküche, in der beide so manchen Abend im Gespräch verbracht hatten, während Steve im Schlafzimmer verschwand. Er kehrte mit einem Bündel zurück, das er auf dem Tisch ausschüttete. Dicke, weiche Schnüre, und schwarze Gummihandschuhe. Einen dünnen weichen Seidenschal behielt er in der Hand.

„Noch kannst du es dir anders überlegen.“ Tanja schüttelte tapfer den Kopf. „Tu was du tun mußt, um mit mir schlafen zu können.“ Sie versuchte sich ihre Angst und Aufregung nicht anmerken zu lassen.

„Danke“ sagte Steve nur. Seine Stimme verriet, daß er wußte, was Tanja ihm für ein Opfer brachte. „Bitte zieh noch die Kapuze über. Und die Gummihandschuhe – dann scheuern auch die Handfessln nicht so. Tanja folgte der Aufforderung, während Steve den Schal zu einer Wurst drehte und in deren Mitte einen Knoten machte. Er schob Ihr den Knoten in den Mund und band die Enden hinter ihrem Kopf zusammen. „Kannst du’s aushalten?“ Der Knoten drückte die Zunge zwar leicht gegen da Zäpfchen, aber es ließ sich aushalten. Tanja nickte. Steve machte weiter. Warf eine von den Schnüren unterhalb der Brust über ihren Oberkörper, nahm dann damit eine Schlinge um jeden Oberarm und verknotete sie auf ihrem Rücken. Dann führte er ihre Unterarme nach oben und band sie hinter dem Rücken waagrecht gegeneinander. Steve gab sich wirklich alle Mühe, ihr mit den Fesseln nicht wehzutun, was Tanja unheimlich beruhigte. Zum Schluß schob er sie auf einen Stuhl und band dem sitzenden Mädchen noch die Füße zusammen, eine Schlinge um jeden Knöchel und dazwischen soviel Schnur, daß sie mit kleinen Schritten laufen konnte.

Er half ihr auf. „So kann ich dich in das Reich meiner geheimen Träume führen.“ Er faßte Tanja sanft am Oberarm und führte sie zur Schlafzimmertür. Es war das erste Mal, daß sie diesen Raum betrat. Er war nicht groß. Ein Bett, ein Schrank, ein Stuhl und ein kleiner Tisch in der Raummitte.

Steve hatte das Rollo heruntergelassen und in die Lampen farbige Birnen gedreht, die den Raum in ein dämmeriges Licht tauchten. Auf dem Bett glänzte Matt eine Lackfolie. Das Oberteil des Lattenrostes war hochgestellt. An den vier Ecken sah Tanja, kurze Enden der weichen Schnur liegen, die anscheinend am Lattenrost festgebunden waren. Steve hatte sich wirklich gut vorbereitet.

Dann sah Tanja die Poster. Großformatige Bilder von Frauen in bizarren, glänzenden Kostümen, in Strapsen an Wände gekettet, mit Peitschen bedroht. Sie quetschte einen erschreckten Laut durch den Knebel und deutete mit dem Kopf auf das abstossenste Bild.

„Keine Angst! Es ging mir nur um die Kostüme, vielleicht noch um die Fesseln, aber nicht um die Folterinstrumente. Da steh ich nicht drauf. Ich hätte die Dinger auch besser abgenommen. ……. ….. Wenn du jetzt nicht mehr willst, bringe ich dich wieder raus!“

Tanja überlegte wirklich einen Moment, ob sie nicht wieder zurück sollte. Doch der Klang seiner Stimme, seine Mimik sagten ihr, daß er es ehrlich meinte. So schüttelte sie den Kopf.

Es war ihr fast so, als würde Steve Dankbarkeit ausstrahlen, während er weiter machte. Er griff jetzt nach einer Chlorbrille. Tanja sah, daß die Gläser schwarz bemalt waren, während Steve damit auf sie zukam. Er zog sie ihr über den Kopf und kurz darauf stand sie im Dunkeln. Tanja mußte schlucken, um mit dem Gefühl völligen ausgeliefert seins fertig zu werden. Aber Steve ließ sanft seine Finger über den Lack und das Leder gleiten, die Ihren Körper umhüllten. Liebevoll, fast zaghaft. Eigentlich nur mit den Fingerspitzen, ohne viel Druck.

„Ich werde heute noch nicht mit dir schlafen – ich möchte erstmal deinen Körper erkunden. Sei mir nicht böse, wenn du alles nur dafür auf dich genommen hast.“ Tanja zuckte innerlich mit den Achseln – Sie hatte sich freiwillig ausgeliefert und mußte die Dinge hinnehmen, wie sie auf sie zukamen.

Jetzt glitten Steves Hände über die Stiefel ihre Beine hinauf. Immer höher. Nun war er unter ihrem Rock an den Oberschenkeln, schob ihn leicht hoch dabei. Dann waren seine Finger am Höschen, griffen in den Bund und zogen es, so behutsam es unter diesen Umständen ging nach unten. Ab den Knien rutschte es von selbst. Zum Schluß zog er es über ihre Füße. Es mußte jetzt nur noch über dem Seil zwischen ihren Knöcheln hängen. „Du hast deine Kleidung gut gewählt.“ Wie Steve diese Bemerkung herausbrachte war trotz der Umstände irgendwie süß.

Er faßte Tanja wieder am Oberarm und geleitete sie in Richtung Bett. Dort führte er sie behutsam in eine Sitzposition auf der Bettkante. Steve verdrehte ihr leicht den Oberkörper und löste ihre Unterarmfesseln, aber nur um ihr die Hände vorm Bauch wieder zusammenzubinden. Nun ließ er sie langsam auf das Bett gleiten. Mit erhöhtem Oberkörper lag sie nun auf dem Lack. Als nächstes zog er ihre Beine auseinander und band ihre Knöchel mit den Schnüren an den Ecken der Matratze fest.

Dann ein kurzes Anheben ihres Oberkörpers von der Matratze, die Oberarmfesseln, lösten sich. Die gefesselten Hände nach rechts über den Kopf gezogen. Das rechte Gelenk an den Bettrahmen gebunden, die Handfesseln gelöst, die linke auf die andere Seite des Kopfes und auch festgebunden.

So lag Tanja also da, mit Händen und Füßen an Steves Bett gefesselt. Ein rascheln verriet ihr, daß er sich auszog. Ein Stuhl wurde herangezogen. und dann glitten wieder behutsamen Hände vorsichtig über Ihren Lack- und Leder-Umhüllten Körper. Steve ist ein guter Liebhaber – wenn nur nicht dieses Drumherum wäre. Tanjas Position war nicht gerade bequem zu nennen, trotzdem versuchte sie die indirekten Liebkosungen zu genießen. Steve sagte kein Wort, er schien in der Erkundung Ihres verdeckten Körpers aufzugehen.

Plötzlich, als seine Hände ihre Beine hinaufglitten, schob er Ihr mit einem entschlossenen Ruck den Rock hoch und legte ihre Scheide frei. Jetzt erkundenten seine vorsichtigen Finger diesen Bereich. Erst streichelten sie Bauch und Schenkel, dann strichen sie sanft über Schamlippen und Kitzler. Tanja begann leicht im Becken zu zucken, Sekret mußte seine Finger benetzen. Immer weiter tasten sich seine Finger in sie hinein, je weiter ihr Körper ihm den Weg freigab.

Tanja zuckte stärker. Gelegentlich stöhnte sie leicht in den Knebel. Sie ließ sich also trotz ihrer Lage und der Spannung erregen. Vertrauen in Steve?

Seine Hände waren plötzlich verschwunden. Jetzt sehnte Tanja sich doch danach, daß Steve weitermachte. Dann spürte sie etwas hartes in ihrer Vagina. Kein Penis, Steve lag auch nicht auf ihr. „Es ist ein Massagestab. Ich möchte vor dem ersten Mal sehen, wie es ist, wenn eine Frau einen Orgasmus hat.“ Tanja konnte eigentlich nichtmehr erschüttern. Trotzdem wunderte es sie, daß sie sich so stimulieren ließ. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn Steve in zärtlicher Umarmung sein Glied in sie geführt hätte. Aber sie kam. Ihr Becken zuckte immer stärker. Sie warf sich sogar leicht in ihren Fesseln auf dem Bett hin und her. Stöhnte jetzt ausdauernd in den Knebel. Auch Steve schien zu stöhnen. Aber er bewegte ausdauernd den Massagestab in Ihr hin und her bis Tanjas Bewegungen nachließen. Zog den Stab vorsichtig aus ihr heraus.

Wo ihre eigene Erregung nachließ, hörte Tanja jetzt eindeutig Steve stöhnen. Leise, fast unterdrückt. Dann noch einmal richtig intensiv und sie spürte eine warme, zähe Flüssigkeit auf ihre Oberschenkel tropfen. Sperma, also verschaffte dieses Spiel Steve einen Erguß.

Was mochte nun kommen. Das Rascheln von Kleidung ließ sie vermuten, daß Steve genug Experimentiert hatte. „Ich glaube, ich habe deine Geduld für heute genug beansprucht, wir sollten das „Ritual“ beenden.“ Ein Lappen strich bei der Spermapfütze über ihre Beine. Dann ging es an die Fesseln. Linke Hand losbinden, nach rechts, Handfesseln erneuern, rechte Hand von Bett losbinden, Hände vor den Bauch. Füße von Bett losbinden, beim Aufrichten helfen, Tanja wieder auf den Boden stellen. Steve zog ihr sogar das Höschen wieder hoch und den Rock ganz nach unten. „Gut, dann will ich Dich jetzt aus der düsteren Welt meiner Phantasien hinausführen. Du hast meinetwegen wirklich Einiges auf Dich genommen.“ Steve faßte Tanja am rechten Oberarm und und führte sie aus dem Schlafzimmer.

“ Oh die Brille!“ war das erste, was ihm draußen einfiel. Auch hier brannte mittlerweile eine Lampe, aber Tanja war nach dieser Zeit in Dunkelheit wie geblendet. Steve setzte sie auf einen Stuhl bevor er den Knebel und die Fesseln löste.

Tanjas Augen hatten sich gerade rechtzeitig an das Licht gewöhnt um zu sehen, wie Steve sich über sie beugte und ihr einen zärtlichen Kuß auf die Stirn gab. „Danke! Es muß dich eine enorme Überwindung gekostet haben. Ich hoffe, ich habe dein Vertrauen nicht enttäuscht?“

„Nein, Steve. Aber ich muß das jetzt erst verarbeiten, bevor ich dir sagen kann, ob es ein nächstes Mal gibt. Hab‘ etwas Geduld.“

„Ich werde warten, solange du willst, schon um dieses Abends willen.“ Plötzlich lagen sich die beiden in den Armen.

Tanja ging übrigens nicht gleich weg von Steve. Sie lieh sich ein Hemd von ihm als Bluse und sie verbrachten noch einen Abend fast so wie vor Steves Geständnis in einem netten Lokal.

Zwischenspiel

Wie versprochen übte Steve sich in Geduld. Tanja hatte genügend Zeit, und Ruhe über ihr ungewöhnliches Erlebnis nachzudenken. Vielleicht machte es ihr deshalb weiterhin Freude mit Steve zusammenzusein.

Tanja war innerlich schon irgendwie hin und hergerissen. auf der einen Seite machte ihr dieses sich in Verpackung völlig ausliefern immer noch eine Riesenangst. Zum anderen, schien sie (zumindest bei Steve) doch Lust dabei empfinden zu können. Ob es was mit Vertrauen zu tun hatte? Trotzdem fuchste es sie, daß das einzige, was sie bei diesem Spiel bestimmen konnte, das Ausmaß ihrer Hingabe war.

Nach einigem Überlegen, kam Tanja aber zu dem Schluß, daß sie auf diese Weise vielleicht doch das Spiel mitgestalten und damit Einfluß auf die Regeln nehmen konnte. Es war mit Sicherheit nicht ganz ohne Risiko, aber ihre Beziehung mit Steve schien es ihr wert.

So unternahm sie noch einige Einkaufsbummel und es gelang ihr tatsächlich sich nach Steves Träumen und Ihrem Geschmack auszustaffieren, zumal die Mode in diesem Jahr Lackstoff als Material für Kleidungsstücke entdeckt hatte, die ein bißchen aus dem Rahmen fallen sollten.

2. Akt

Es dauerte noch ein wenig, bis Tanja genügend Mut zusammen hatte, ihren Plan umzusetzen. Bei einem Besuch nahm sie heimlich Steves Ersatz-Schlüssel vom Haken. Bei ihrem nächsten Telefonat, bat sie Steve, am folgenden Tag pünktlich zuhause zu sein, da sie vorbeikommen wollte.

Tanja fuhr direkt nach Ihrem Feierabend in Steves Wohnung. Sie hatte genügend Zeit für ihre Vorbereitungen, da Steve heute jobbte und erst nach Ladenschluß Feierabend hatte. Als erstes suchte sie die Requisiten und fand alles in einem Fach seines Kleiderschrankes. Einige Magazine und einen Katalog für Gummiwäsche, die dabei lagen ignorierte sie einfach.

Nachdem sie die Vorhänge zugezogen und das Bett mit Folie und Hand- und Fußfesseln präpariert hatte, begann sie, sich umzuziehen. Diesmal wollte Tanja unter dem Kostüm ganz nackt bleiben. Nur die Strümpfe zog sie wieder an. Dann schlüpfte sie in den Lackrock, den sie sich bei ihrer Ausstattung nach Steves Geschmack ausgesucht hatte. Statt des schweren Parkas hatte sie sich einen kurzen Blouson als Oberteil besorgt. Nun stieg sie wieder in ihre Stiefel und nahm alles, was sie sonst noch brauchte, mit in die Küche.

Es war noch etwas Zeit, bis Steve kommen mußte, und so wartete Tanja noch etwas in der Küche, da nun der unbequeme Teil Ihres Planes kam. Erst als es nicht mehr lange dauern konnte, zog sich Tanja die schwarze Badekappe mit Kinnriemen über. Dann legte sie sich selbst die Fußfesseln an, wie Steve es damals getan hatte. Als nächstes Knebelte sie sich dann selbst. Der nächste Schritt war, die geschwärzte Chlorbrille auf den Kopf zu setzen,aber noch nicht über die Augen zu ziehen.

Die Zeit lief günstig. Tanja zog die Gummihandschuhe an und stopfte die Stulpen unter die Bündchen des Blousons. Nun kam noch eine Neuanschaffung zum Einsatz. Tanja hatte sich Handschellen besorgt, um sich leichter selbst fesseln zu können. Sei machte sie erst an einem Handgelenk fest und ließ das andere Ende herunterbaumeln. Den Schlüssel legte sei gut sichtbar auf den Tisch und setzte sich auf den Stuhl. Jetzt zog sie de Brille endgültig über die Augen und stand wieder im Dunkeln. Es konnte auch nicht mehr lange dauern, bis Steve kam. Tanja brachte ihre Hände auf den Rücken und hangelte nach dem freien Ende der Handschelle. Mit einiger Akrobatik schaffte sie es, die Fessel auch am anderen Handgelenk einraten zu lassen. Jetzt wo die Würfel gefallen waren, fühlte sie sich ungemütlich, hoffentlich ließ Steve sie nicht zu lange in dieser hilflosen Lage warten.

Die Zeit dehnte sich, doch dann hörte Tanja einen Schlüssel in der Wohnungstür. „Tanja?!“ Steve mußte Ihren Mantel an der Garderobe im Flur gesehen haben. Jetzt ging er durch den Flur. Die Küchentür knarrte. „Tanja!“ Sie drehte den Kopf in die Richtung seiner Stimme. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll? Du bist ….. einfach …. toll …. nein …. ach, statt Worte zu suchen, sollte ich lieber meinen Mantel ausziehen, damit du nicht zu lange hier sitzt.“

Steve kam rasch zurück und zog Tanja vom Stuhl hoch. „Du ahnst garnicht, was du mir für ein Geschenk machst. Das ist weit mehr, als ich mir je erträumt habe.“ Er drückte Tanja fest und herzlich an sich. Sie hätte diese Umarmung gerne erwidert, zeigte sie ihr doch, daß sie wahrscheinlich auf dem richtigen Weg war.

„Komm!“ Steve faßte sie am Oberarm, „dann will ich Dich gleich wieder in die Welt meiner Träume geleiten. Ich bin zwar noch nicht ganz so weit, deine Gabe zu genießen, aber auf dem Bett wartest du sicher bequemer.“ Steve führte sie behutsam ins Schlafzimmer und bald lag Tanja, in der gewohnten Pose gefesselt, auf dem Bett. Anders jedoch, als beim letzten mal machte Steve sanfte Musik an. Tanja entspannte sich langsam und diesmal machte ihr das Warten nicht so viel aus.

Endlich hörte sie, wie Steve den Stuhl neben das Bett zog. Kurz darauf streichelten wieder zärtlich Finger ihren Körper. Diesmal machte es ihr fast nichts aus, daß diese bevorzugt über die lackbedeckten Stellen Ihres Körpers strichen. Irgendwann einmal tasteten die Finger sich ihre Schenkel empor unter den Rock und begannen dann ihre Scheide zu massieren. Tanja schaffte es, die Umstände weitestgehend zu ignorieren und die Liebkosungen zu genießen. Mit zunehmender Stimulation ließ sie ihren Körper sich im Rhythmus des Streichelns bewegen. Atmete schon wesentlich unbefangener erregt in den Knebel.

Plötzlich setzte das Streicheln in Ihrer Scheide aus, die Hand verschwand. Dann rumpelte der Stuhl. Eine kurze Pause. Schritte. Tanja merkte am Druck der Matratze, das Steve sich vom Fußende her auf das Bett gleiten ließ. Jetzt kniete Steve über ihr, stützte sich bei ihren Handgelenken ab, ließ sich auf ihren Körper gleiten. Sie spürte jetzt seinen Körper auf ihrem Körper und wie sich sein Glied unter ihren Rock schob.

Steve umfaßte zärtlich ihre Handgelenke und drückte sich noch einmal fest, aber liebevoll gegen Ihren lackumhüllten Körper bevor er ihr einen sanften Kuß auf die Wange gab. „Heute will ich es dann wagen, zum ersten Mal richtig mit einer Frau zu schlafen. – Ich hoffe, ich stelle mich nicht zu dumm an oder tue dir weh.“

Tanja lächelte unter ihrem Knebel. Für diesen Jungen konnte sie wirklich die Unannehmlichkeiten seiner Phantasie auf sich nehmen. Steve schob ihr den Rock hoch, als er seinen Penis in Richtung Scheide führte. Tanja zuckte seufzend zusammen, das Glied auf die Schamlippen traf. Unterbewußt registrierte sie dabei, daß Steve von sich aus ein Kondom übergezogen haben mußte. Wieder fühlte sie sich in ihrer Einschätzung über ihn etwas mehr bestätigt.

Steve wollte sein steifes Glied sich selbst einen Weg in Tanja suchen lassen. Bei jeder Berührung dabei zuckte Tanja ein bißchen mehr zusammen. Nach einigen erfolglosen Versuchen nahm Steve dann eine Hand zur Hilfe.

Jetzt drang er problemlos in sie ein. Tanja reagierte mit einem langen Seufzer. Steve schmiegte sich jetzt zärtlich an sie, seine Arme über ihre Arme gelegt. Es war fast das, was sie sich gewünscht hatte, bis auf den Umstand, daß sie dabei in einem Lackkostüm an ein Bett gefesselt war.

Steve gab sich wirklich Mühe, ein wenig unbeholfen aber vorsichtig bewegte er seinen Penis in ihr. Tanja versuchte ihn mit ihren eigenen Bewegungen dabei zu Unterstützen. Tanja schaffte es irgendwie die Umstände zu ignorieren und schon bald diktierte die Erregung den weiteren Verlauf. Beide Körper preßten sich immer heftiger rhythmisch gegeneinander. Während Steve seine Erregung nur durch heftiges Atmen verriet, stöhnte Tanja jetzt ungehemmt durch den Knebel.

Es ging eine ganze Weile so hin, bis Tanja an Steves Bewegungen spürte, das er jetzt seinen Erguß hatte. Als er jedoch merkte, das Tanjas Erregung anhielt, bewegte er sein Glied noch weiter in ihrer Vagina, bis es begann zu erschlaffen.

Steve küßte Tanja sanft auf die Stirn, während er den Penis herauszog. „Es war einfach toll. Danke, daß du es mir so einfach gemacht hast.“

Sie fühlte an den Bewegungen, wie Steve vom Bett stieg. Plötzlich lag seine Hand wieder auf ihrer Scheide und streichelte sie. Leichte „Nachbeben“ des Erlebten durchfuhren Tanja und ließen sie ihr Becken gegen Steves Hand drücken. Steve hörte erst auf, als er merkte, daß die Spannung aus Ihren Körper wich.

Tanja lag, soweit es die Fesseln zuließen, entspannt auf dem Bett. Sie hörte Steve im Hintergrund hantieren, Plastik raschelte. Dann trat er wieder ans Bett und löste ihre Fesseln, diesmal jedoch ohne sie erneut zu fesseln.

Tanja setzte sich auf die Bettkante und schob die schwarze Brille hoch. Steve stand in einem Plastik-Poncho vor ihr. Sie stand auf und Umarmte ihn fest. Erst dann zog sie mit einer Hand den Knebel aus dem. „Ich danke dir auch, daß du mich bis jetzt nicht enttäuscht hast.“

Sie verbrachten noch eine zärtlichen Abend in Steves kleinem Wohnzimmer. Tanja behielt auch ihr Kostüm an, nur die Badekappe zog sie ab.

Zwischenspiel

Jetzt hatte Tanja Mut gefaßt und versuchte weiter durch Eigeninitiative Einfluß auf Steves Fantasien zu nehmen. Als nächsten Schritt lud sie Steve zu sich in die Wohnung ein. Alles war wie gewöhnlich präpariert, sie trug auch die jetzt obligate Verkleidung und alles lief wie üblich ab.

Beim nächsten mal dann – wieder bei Steve – nahm sie eine kleine Veränderung vor: Statt sich wie bisher fest in Lack einzuhüllen, trug sie zu Stiefeln, Strümpfen und Badekappe wieder Ihren gechintzten Bikini und darüber einen fast durchsichtigen Plastíkregenmantel.

Steve machte es nichts aus, daß Tanja die Kostümwahl jetzt ganz in ihre Hand nahm und noch zwei, drei mal mit der Auswahl zwischen Lack- und Platikverpackung spielte – Ihr „Mitmachen“ schien ihn eher zu begeistern. Am Ritual des „ans Bett fesselns“ hielt er jedoch weiter fest – allerdings achtete er beim Betreten und Verlassen des Schlafzimmers nicht mehr so genau auf Tanjas Fesselung.

Finale

Es war soweit,. Tanja wollte herausfinden, wieweit Steve noch auf sein Ritual angewiesen war. „Prüfstand“ sollte ihre Wohnung sein. Sie konnte sich in Ruhe vorbereiten, denn Steve hatte jetzt einen Schlüssel.

Kurz bevor er kommen mußte zog sie sich aus. Dann zog sie sorgfältig die halterlosen Strümpfe an Ihren Beinen hoch. Statt der Schweren Stiefel zog sie ein paar leichte Pumps an. Schweren Herzens hatte sie sich zu 50er Absätzen durchgerungen – sonst garnicht ihre Höhe. Entsprechend brauchte sie auch ein paar Minuten, bis sie die Balance gefunden hatte. Statt des Bikinis hatte diesmal einen Satin-Body besorgt. Zar kein Lack, aber immerhin glänzend und mit dem Häkchenverschluß im Schritt ganz praktisch.

Zum Schluß stülpte sie die Badhaube über und die Chlorbrille kam in die Stirn in Warteposition. Die Gummihandschuhe wollte sie eigentlich auch weglassen, zog sie dann aber doch an, damit die Handschellen nicht so scheuerten. Auf die Überkleidung – Mantel oder Lackkostüm wollte sie heute ganz verzichten.

Tanja hatte gerade auf einer Seite die Handschellen eingerastet, da ging ein Schlüssel in der Tür. Steve war etwas früh dran. Sie konnte es sich nicht verkneifen ihm entgegenzugehen. Steve hing gerade seine Jacke an die Garderobe als sie aus der Schlafzimmertür kam. „Hallo, ich war heute etwas eher fertig – Hey ein neues Kostüm.“

Ehe Tanja etwas erwidern konnte hatte Steve sie schon ganz fest in den Arm genommen. Es folgte ein stürmischer Begrüßungskuß. Wie von selbst drifteten die beiden in ihrer Umarmung ins Schlafzimmer. Bald saßen sie engumschlungen auf der Bettkante und sprachen über den Tag, Gott und die Welt. Kein Wort von Fesseln und Kostümen, auch nicht als sie in zärtlichem Nebeneinander auf dem Bett lagen. Steve konnte sie unbefangen streicheln und küssen . Zum allerersten Mal schliefen die beiden ganz normal miteinander – nur eine lose Handschelle schlug manchmal rhythmisch gegen den Bettrahmen.

Tanja hatte es geschafft, das Eis war gebrochen, Steve hatte seine Hemmungen überwunden. Diesen Abend verließen die Beiden das Bett nicht mehr und zum ersten Mal seit ihre Beziehung enger geworden, war verbrachten Tanja und Steve eine Nacht zusammen.

Epilog

Tanjas Mut hat sich gelohnt, denn die Beiden blieben ein Paar, sind sogar schon einige Jahre verheiratet. Das Liebesleben läuft jetzt in „normalen“ Bahnen, aber von Zeit zu Zeit holt Tanja immer mal wieder ihre Lackklamotten aus dem Schrank, um Steve eine besondere Freude zu machen. Gefesselt wird dabei noch seltener und manchmal sogar Steve.

Ende

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