Die Vorbereitung des ersten BDSM Play’s

Es hat sich inzwischen auch bei Bundesligavereinen durchgesprochen, dass eine gute Vorbereitung die halbe Miete sein kann. Und so verhält es sich auch mit der Absicht, sich vom vertrauten Partner züchtigen zu lassen oder seiner Partnerin lustvoll den Allerwertesten zu versohlen. Das hört sich jetzt fürchterlich kalt und geschäftsmäßig an – ist es aber nicht.

An erster Stelle muss auch hier wieder das Gespräch stehen. Es gilt herauszufinden, auf was der andere wirklich steht und darauf letztendlich auch einzugehen. Den einen erregt es wahnsinnig, über den Knien des Partners zu liegen, während es einen anderen unheimlich antörnt, sich in einer möglichst beschämenden Position präsentieren zu müssen. Wieder anderen ist der Schmerz nicht so wichtig, wie das dabei empfundene Gefühl des Ausgeliefertseins. Ihr seht, es gibt unglaublich viele Facetten und darüber muss man miteinander reden. Tut man das nämlich nicht, kann das erste Play schnell vorbei sein und/oder in einer seelischen Katastrophe enden. Vor allem ist es dann auch kein Genuss mehr. Bei mir persönlich ist es beispielsweise so, dass ich als Top vom Feedback meiner Partnerin lebe. Man verliert sehr schnell den Spaß an der Sache wenn man merkt, wie sich die Partnerin unwohl fühlt und das Ganze für sie nur eine Qual ist. Dem kann man nur durch ein ausführliches Gespräch vorbeugen.

Was sollte nun in diesem ersten Gespräch enthalten sein? Soll man das ganze Play von vorne bis hinten ganz genau planen oder reicht es auch, sich über einige grundsätzliche Dinge einig zu werden? Die Antwort ist sehr einfach – zweiteres ist richtig! Die folgenden Elemente sollten unbedingt in diesem Gespräch enthalten sein:

  • Tabus, die es unbedingt einzuhalten gilt.
  • Ein Sicherheitswort, das bei Benutzung dem Partner signalisiert sofort aufzuhören.
  • Was törnt den/die Partner(in) an?

Wie man sieht, sind es nur sehr wenige Dinge, die man unbedingt besprechen muss, die aber dafür umso wichtiger sind. Alles andere gibt sich eigentlich von selbst. Aber gerade die eben in der Strichaufzählung angesprochenen Punkte sollten sehr genau besprochen werden. Tabus müssen unbedingt akzeptiert und respektiert werden, ein Sicherheitswort nicht missbraucht oder gar missachtet werden und den Wünschen des Partners im Einklang mit den eigenen Vorstellungen Rechnung getragen werden. Auf gar keinen Fall dürfen Tabus missachtet werden oder der Partner zu etwas gezwungen werden, das er nicht will. Das wäre ein nur schwer wiedergutzumachender Vertrauensbruch.

So gerüstet kann dem Beginn des Spieles eigentlich nichts mehr im Wege stehen und es ist die beste Voraussetzung für ein gutes Gelingen. Bleibt nur noch zu klären, wann solch ein Gespräch geführt werden soll. Nun, da gibt es auch wieder mehrere Möglichkeiten, die alle ihre Vorteile haben. Dazu nur soviel: Es muss nicht unbedingt unmittelbar vor Beginn des Spieles sein. Genauso ist es möglich, schon Tage vorher darüber zu reden. Auf diese Weise baut sich nämlich auch eine ganz eigenartige Spannung auf und der Beginn der Züchtigung stellt den Höhepunkt des Ganzen dar. Hier sieht man es schon – selbst das Gespräch kann schon unheimlich antörnend wirken. Diesen Umstand kann man sich unmittelbar vor der Züchtigung oder eben auch Tage zuvor zunutze machen.

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