Das erste BDSM-Play

Soll es gleich zu Beginn ein tüchtiger Hintern voll sein oder tun es auch ein paar sanfte Klapse? Eine interessante Frage, die es genauer zu durchleuchten gilt. Es ist die Kunst, das richtige Maß zu finden. Und das ist nicht einfach.

Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, schon verbal eine gewisse Stimmung aufzubauen. Z. B. kann man darüber sprechen, wie man der Partnerin den Po versohlen wird – in allen Einzelheiten – oder eine „Strafpredigt“ abhalten, in der man erklärt, weshalb die Partnerin eine strenge Strafe zu erwarten habe. Egal wie das abläuft, es kann die Stimmung unglaublich steigern und so auch die Angst vor dem ersten mal lindern.

Ob man nun weitergehende Vorbereitungen trifft (Herrichten des Zimmers, Aufbau eines Strafbocks usw.) hängt in erster Linie davon ab, was bei der Sache im Vordergrund stehen soll. Allgemein jedoch lässt sich aber sagen, dass es vollkommen reicht, das Schlafzimmer abzudunkeln und sonst nicht viel mehr vorzubereiten. Die Gefahr bei der Sache ist nämlich, dass man sich zuviel vornimmt und nachher enttäuscht ist. Hier gilt: Weniger ist oft mehr!

Eine zentrale Frage ist die, was ich alles machen will und welche Accessoires ich dazu benutze. Hier gleich mein genereller Tip, immer eine Stufe niedriger anzufangen. Dies gilt gleichermaßen für Anfänger und Fortgeschrittene. Wie das Play gesteigert werden kann, behandle ich nachher im Absatz für fortgeschrittene Paare. Als Anfänger gleich beim erstenmal die Cat-O-Nine herauszuholen wäre fatal. Gerade Paaren, die es mal ausprobieren wollen, lege ich wärmstens ans Herz, es mal mit dem berühmten „übers Knie legen“ auszuprobieren. Und da auch nicht gleich auf den nackten Po, sondern auf den mit einem hübschen Baumwollhöschen bekleideten Po zu schlagen. Das hat viele Vorteile – ist das doch die wohl intimste Stellung. Es besteht Körperkontakt zwischen beiden und es gibt dem Bottom ein schier unbeschreibliches Gefühl der Geborgenheit. Und gerade für einen männlichen Top ist diese Position des Bottom absolut reizvoll – kommt doch der Körper des Bottom auf dem Geschlecht des Mannes zum Liegen. Es ist eine Position, von der beide was haben und das ist beim ersten Play ein sehr großer Vorteil.

Hat man nun, wie in meinem Beispiel, die Partnerin übers Knie gelegt, empfiehlt es sich sehr behutsam und langsam zu beginnen. Da es sich um eine sehr bequeme und schöne Position handelt, kann man nämlich das ganze Play ziemlich ausdehnen und es so zu einer Erfüllung für beide werden lassen. Man fängt damit an, den noch bekleideten Po des Bottom sanft zu streicheln, steigert die Intensität bis man schließlich beide Pobacken kräftig massiert. Dabei ruhig mal kräftig zugreifen und auch mit beiden Händen die Backen auseinander ziehen. Es wird die Lust des Bottom ins Unermeßliche steigern, aber auch das mulmige Gefühl in der Magengegend sowie die spannende Erwartung auf den ersten Hieb steigern sich exponentiell. In diesen Augenblicken bricht oft eine wahre Flut von Gefühlen, die sich nicht in Worte fassen lassen, über das Paar herein. Es kommt dann sehr bald der Augenblick, wenn man es kaum noch erwarten kann bis die Züchtigung endlich beginnt und der erste Hieb mit der Hand eine der beiden Pobacken trifft.

Die dann folgenden Hiebe sollte man sehr behutsam steigern. Angefangen bei sehr liebevollen Klapsen bis hin zu kräftigen Klatschern. Dabei sollte man versuchen, nicht immer auf die selbe Stelle zu schlagen, sondern die Hiebe angefangen vom unteren Poansatz bis hoch zu der Stelle, an der die Spalte beginnt die die beiden Backen voneinander trennt, zu verteilen. Das kann eine ganze Zeitlang so weitergehen. Irgendwann hört man damit auf und lässt dem Bottom eine kleine Ruhepause. Hier ist es wichtig, sich nach dem körperlichen und seelischen Zustand des Bottom zu erkundigen. Kommt man zu dem Schluss, dass es noch weitergehen kann, zieht man dem Bottom langsam das Höschen runter – aber nicht ganz, sondern höchstens bis zur Kniekehle. Es ist ein kaum zu beschreibendes Gefühl für den Bottom, wenn plötzlich ein kühler Windhauch über den entblößten Po streicht und das Höschen locker an den Beinen hängt.

Jetzt hat man als Top die ganze Schönheit dieser prächtigen oder knackigen Hinterbacken vor sich, die sich unter den schon vorangegangenen Hieben herrlich rot verfärbten. Gemäß dem Gesetz der gesteigerten Durchblutung müßte der Po richtig feuerrot sein und eine ziemliche Wärme ausstrahlen (Deshalb bezeichnet man das Ganze auch als anwärmen). Jetzt fängt man wieder behutsam an, den Po weiter zu versohlen und lässt das ganze in einem Finale stakkatoartig verabreichter Hiebe enden. Fürs erste lässt man es auch dabei bewenden. Möchte der Bottom noch weitere Hiebe, so wird er das sicherlich signalisieren.

Generell und gerade nach der ersten Züchtigung ist viel Zuwendung und Liebe gefordert. Den Po der gezüchtigten Partnerin sanft streicheln, vielleicht eincremen, Trost spenden und viel Liebe zu geben ist jetzt von elementarer Wichtigkeit. Die Partnerin wird das Brennen auf dem Po sicher sehr genießen und es wird sich vermutlich bei beiden die Lust einstellen, die dann oft im Geschlechtsakt endet.

Wie man an den vorangegangenen Ausführungen sehr leicht erkennt, ist es am Anfang gar nicht notwendig, gleich mit einem Rohrstock oder gar einer Riemenpeitsche umgehen zu können. Das hat Zeit und kann zu einem späteren Zeitpunkt immer noch ausprobiert werden. Der Umgang mit derlei Instrumenten erfordert einiges an Übung und vor allem Kenntnis der Grenzen der Partnerin. Es wäre unglücklich, den oder die Partner(in) gleich am Anfang zu überfordern. An die Adresse der Bottoms wäre noch zu sagen, dass es gar nicht gut wäre, zu versuchen, den Partner in eine bestimmte Richtung lenken zu wollen oder während der Züchtigung zu kritisieren. Es muss schiefgehen, wenn die Sache nur zu den Bedingungen des Bottoms abläuft, da dadurch der Top sehr schnell die Lust an der Sache verlieren kann. Auch beim Spanking spielen Dominanz und Demut eine nicht unerhebliche Rolle und so sollte der Top immer das Gefühl haben können, dass er das Heft in der Hand hält. Wie ich schon weiter oben erwähnte, ist es die Kunst die Wünsche des Bottom im Einklang mit den eigenen Vorstellungen umzusetzen. Aber auch wenn der Bottom während der Züchtigung versucht, ein sanfteres Vorgehen zu befehlen, kann man das sehr geschickt als Grund für den Einbau weiterer Extras benutzen.

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