BDSM = Liebe, Hiebe und Vertrauen

Liebe, Hiebe und Vertrauen – diese Wortspielerei habe ich nicht ohne Absicht so gewählt. Spanking, eingerahmt von Liebe und Vertrauen, ist eine sehr intime und gefühlsbetonte Spielart beim Sex. Es ist keine Religion, Lebenseinstellung oder der Weisheit letzter Schluss, sondern eine Sache, die das Liebesspiel zwischen vertrauten Partnern unwahrscheinlich bereichern kann. Was ich hier alles geschrieben habe, ist nicht der ultimative Weg, um zu seinem persönlichen Glück oder der Erfüllung seiner intimsten Wünsche zu finden. Nein, es ist meine ganz persönliche Sicht der Dinge, meine Einstellung zur Sache und mein Verständnis von der Partnerschaft zwischen Mann und Frau.

Was ich mit meinem Kapitel erreichen will ist klar – Zaungästen einen Einblick in die scheinbar so verschlossene Welt des S/M und hier im Speziellen Spanking geben, Menschen mit Berührungsängsten gangbare Wege aufzeigen und erfahrenen Paaren ein paar Anregungen für ein erfülltes Play geben. Als ich die einzelnen Unterkapitel schrieb, habe ich sie jedesmal auf meine oberste Prämisse „Alles kann – Nichts muss“ hin überprüft und ich denke, das ist mir auch ganz gut gelungen. Wer dieses Kapitel sehr aufmerksam gelesen hat, dem ist sicher aufgefallen, das ich nicht versuchte, meinen Weg als den einzig möglichen darzustellen, sondern eine kleine Hilfestellung zu geben. Und so will ich auch insgesamt den ganzen Spanking Guide verstanden wissen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, das eine flagellantisch geprägte Beziehung eine sehr gefühlsintensive Sache ist. Nicht ganz von ungefähr kommen die Aussagen vieler Menschen, dass sie eine solche Beziehung viel intensiver und gefühlsbetonter als eine vermeintlich „normale“ Partnerschaft erleben. Es ist vermutlich dieses gesteigerte Maß an Einfühlungsvermögen, das von einem Top gefordert ist, wenn er mit Schlägen seine Partnerin glücklich machen will. Es erfordert einfach viel mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung. Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass eine „normale“ Partnerschaft nicht sehr intensiv sein kann, aber es gibt doch gewisse Unterschiede.

Man liest, sieht und hört sehr viel Mist über Spanking. Die meisten wissenschaftlichen Büchern berücksichtigen in keinster Weise die Gefühlswelt der betroffenen Menschen und führen die Neigung zum Flagellantismus auf nicht verarbeitete Kindheitstraumata zurück. Was wiederum auch Blödsinn ist, da es genügend flagellantisch veranlagte Menschen gibt, die absolut gewaltfrei erzogen wurden. Die in der Bevölkerung und Feministinnenkreisen weit verbreitete Meinung, es ginge nur um die Unterdrückung der Frau oder Legalisierung von Misshandlungen entbehrt jeglicher Grundlage. Spanking als Spielart beim Sex setzt viel gegenseitiges Vertrauen und eine ansonsten funktionierende Partnerschaft voraus. Und hier schließt sich auch wieder der Kreis – Liebe, Hiebe und Vertrauen gehören für mich untrennbar zusammen und wenn eines dieser drei Elemente fehlt, ist es für mich persönlich kein erfülltes Sexleben. Punkt!

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